Das was du siehst ist nicht immer das was es ist!

Viele Menschen tun sich sehr schwer damit, Dean bei seiner Show
die Sprache ihres Hundes zu verstehen und richtig zu deuten. Was man einem normalen Hundehalter auch nicht verübeln kann. Die Sprache unserer
geliebten Vierbeiner ist schließlich sehr komplex. Innerhalb weniger Sekunden sendet ein Hund
etliche Signale. Da unser menschliches Auge und auch unser Gehirn gar nicht in der Lage ist,
das alles wahrzunehmen, neigen wir oft und schnell dazu Situationen zu bewerten und Interpretationen aufzustellen. Schnell wird dann zum Beispiel aus einem Hund, der die Rute nach unten hält und die Ohren anlegt, ein
ängstlicher Hund. Obwohl er vielleicht nur Demutsverhalten zeigt und das mit Angst nicht gleichzusetzen ist.
Noch komplexer wird es wenn man einen Hund hat, der vielleicht sogar gelernt hat, seinen Körper so gezielt einzusetzen und bestimmte Signale zu senden oder vorzutäuschen, um den Menschen zu manipulieren. So viel zu Thema: „Hunde sind immer ehrlich.“ -Nein, das sind sie nicht immer. 😉

Dafür kann ich Ihnen ein gutes Beispiel nennen, da ich so einen Kandidaten Zuhause habe.

Dean (Border Collie) ist mit seiner Körpersprache in einigen Situationen absolut nicht
ehrlich. Er hat gelernt, seinen Körper sehr gezielt einzusetzen um den Menschen zu
täuschen bzw. zu manipulieren. (Border Collies manipulieren sowieso ganz gerne mal. 😉 )

Er zeigt in sehr vielen Situationen Demutsverhalten (und das auch sehr dramatisch
dargestellt), denkt im selben Moment aber etwas vollkommen anderes. Vor allem wenn es um das Thema „Grenzen setzen“ geht. Da reicht oft sogar schon ein böser Blick von mir und schon werden die Ohren nach hinten geklappt, der Blick sagt „Oh Gott…der Himmel fällt mir auf den Kopf“, der Kopf und der Körper wird gesenkt und die Rute wird ordentlich eingeklemmt. Und das oft mit einer Intensität, als würde er von morgens bis abends
verprügelt werden. Was er definitiv NICHT wird! (Möchte ich nur nochmal vermerken. :) )

Sobald man ihn dann aus diesem Gespräch rauslässt (oder auch manchmal sogar noch während des Gespräches), gehen die Ohren sofort wieder aufmerksam nach vorne und er schaut einen an, als wenn er fragen würde: „Ist was?“ und läuft daraufhin wieder mit
offenen Armen und wackelnd in denselben Fehler. Als wäre nie was gewesen.

Dean nach seiner Show

Und was glauben Sie, wie oft Menschen an mir vorbeigehen, die ständig das Kommentar lassen: „Mensch…Der hat aber Angst!“
-„Ääähmmm…NEIN! Hat er nicht! Seine Darstellung ist einfach nur oscarreif!“

Er ist in diesen Momenten durch und durch ein Schauspieler, der in seinen ersten 6 Lebensmonaten unglaubliche Erfolge damit gehabt haben muss.
Seitdem ich ihn habe fährt er genau diese Strategie. Anfangs habe ich ihm dieses
Schauspiel sogar abgenommen. -Chapeau!
Nach einer gewissen Zeit allerdings nicht mehr. Dennoch hält er immer wieder an dieser Strategie fest. Und je dramatischer die Darstellung, desto besser. So ein Fuchs! 😉

Ich möchte Ihnen mit diesem Artikel oder auch kleinen Geschichte von Dean nur sagen, dass man Situationen nie oberflächlich betrachten sollte. Denn damit legt man den Fokus nur auf die Schale und nicht auf den Kern.
Was jetzt nicht bedeutet, dass jeder Hund so ein Schauspiel absolviert, wie Dean es in
einigen Situationen gerne tut. Natürlich und selbstverständlich sind solche Signale auch ernst zu nehmen. Aber es gibt eben auch Hunde, die es nicht ernst meinen um den
Menschen zu täuschen oder zu manipulieren. Das tun Hunde untereinander auch ab und zu mal. 😉

Fazit:

Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen. (Lateinische Lebensweisheiten)

Wir Menschen sollten uns nicht zu vorschnell ein Urteil bilden und Situationen nicht zu schnell bewerten. Schon gar nicht “nur im Vorbeigehen“. Denn das führt häufig dazu, dass wir uns zu Unrecht ein falsches oder schlechtes Bild machen.

Ihre Kathrin Pschiklenk

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