Die Macht unserer Gedanken

Vor paar Tagen wurde ich von
einer Dame gefragt, wie ich das mit „Der Macht der Gedanken“ sehe. Das hat mich zu dem Anlass gebracht über dieses Thema einen Artikel zu verfassen. Denn ich finde, dass es ein sehr interessantes Thema -mit sehr hoher Bedeutung- ist und den ein oder anderen Hundehalter zum nachdenken anregen wird.

Unsere Gedanken spielen im Zusammenleben mit dem Hund eine sehr große Rolle. Unsere Gedanken führen nämlich dazu, dass wir uns in unserer Körperhaltung und unserer Energieverändern. Für den Menschen oft unbewusst und nicht offensichtlich. Aber für den Hund doch sehr klar. Er erkennt dies sofort und auch sehr deutlich. Unsere Hunde sind in der Lage jede noch so kleine Veränderung wahrzunehmen. Die Gedanken, die uns durch den Kopf gehen, strahlen wir auch aus. Aus diesem Grund haben unsere Gedanken eine sehr große Macht, die uns im Bezug auf den Hund oft im Wege stehen.

Viele Hundehalter haben schon mal die ein oder andere blöde Situation mit ihrem Hund gehabt. Vielleicht sogar eine Situation, die den Halter sehr erschrocken und geschockt hat.

Ein Beispiel, das jeder bestimmt schon mal gehört hat:
„Mein Hund wurde im jungen Alter von einem großen schwarzen Hund angefallen. Seitdem hat er Angst vor großen schwarzen Hunden und keift sie jetzt immer an.“

Aber hat der Hund wirklich Angst vor großen schwarzen Hunden, weil er mal die Situation erlebt hat, dass dieser Artgenosse etwas unsanft mit ihm umgegangen ist? Oder hat der Halter sich in dem Moment so erschrocken / verjagt, dass er Angst um seinen Hund hatte und deswegen nun selbst Angst vor großen schwarzen Hunden hat? Hat man vielleicht einen Kloß im Hals, wenn man auf so einen Artgenossen trifft?

Bei den nächsten Begegnungen sitzt oft noch der Schock sehr tief beim Menschen. Dadurch wirkt der Mensch für den Hund unsicher / ängstlich. Wie schon oft geschrieben: Hunde merken so etwas sofort. Also reagieren sie so, wie es Hunde nun mal tun. Irgendwann lässt der Schock beim Menschen nach und er kann wieder etwas „entspannter“ sein.

Dennoch hat sich ein bestimmtes Bild aus dieser erlebten Situation in unserem Kopf eingebrannt und schon allein dieses Bild, wird immer wieder hervorgerufen. Unsere Körperhaltung und Energie verändert sich und aktiviert somit unseren Hund das zu tun, was er eigentlich nicht tun soll oder braucht. Der Hund wird somit immer wieder seine „neue“ Aufgabe annehmen und auch erfüllen.

Erst vor paar Tagen durfte ich es selbst wieder erleben. Eine Kundin erzählte mir, dass ein Rüde aus ihrem Ort der absolute „Staatsfeind“ für ihren Hund ist und er bei ihm immer noch nicht zu bremsen ist und dass das wahrscheinlich so bleiben wird. Wie es kommen musste, kam paar Minuten später der „Staatsfeind Nummer 1“ auf uns zu. Sie übergab mir ihren Hund und ich marschierte einfach los. Obwohl das Frauchen noch in unserer Nähe war, kam keinerlei Reaktion von ihrem Hund als sich der Weg mit dem Staatsfeind kreuzte.
Fazit:
Das Frauchen war nach der Begegnung kurz davor in einen Baum zu beißen. 😀 Diese Situation hat ihr wieder vor Augen gehalten, dass nicht der Hund ein Problem mit dem Rüden hat, sondern das sie und ihre Gedanken ihren Hund dazu veranlassen so auf den Rüden zu reagieren und nach vorne zu gehen. Einerseits war sie danach sehr erleichtert und andererseits wusste sie, dass sie an SICH arbeiten muss und sich mit SICH SELBST auseinandersetzen muss.

Jetzt fragt Ihr euch bestimmt: Was kann ich dagegen tun?
Nun ja…Man muss versuchen bzw. daran arbeiten ein anderes neues und vor allem schönes Bild in den Kopf zu bekommen. Ich weiß, dass ist oft leichter gesagt als getan. Ich kann mich da selbst sehr gut reinversetzen, da ich solche Momente mit meinem eigenen Hund selbst kenne und erlebt habe. Aber es ist machbar, wenn Ihr an Euch glaubt und vorallem an dem glaubt, was Ihr tut!

Hier ein paar Möglichkeiten:

– Ihr könntet euren Hund einfach mal jemand anderen in die Hand geben, der von diesem „Problem“ nichts weiß und ganz entspannt mit dem Hund durch diese Situation geht. Dadurch bekommt ihr schon mal Gewissheit, ob wirklich der Hund ein Problem damit hat oder doch ihr es seit. Bitte nehmt aber jemanden, zu dem der Hund auch Bezug hat. Haltet euch selbst auf jeden Fall im Hintergrund auf oder entfernt euch komplett aus der Situation. Damit nicht wieder irgendeine Gedankenübertragung stattfindet. 😉 Danach versucht ihr euch in Zukunft an diesem entspannten Bild festzuhalten.

– Ihr geht mit einem anderen Hund in diese Situation rein. Um wieder ein Erfolgserlebnis zu haben. Wodurch (für diese Situation) wieder ein gutes Gefühl im Menschen auftaucht / entsteht.

– Ihr macht oder benutzt in solchen Momenten etwas, was euch entspannt. z.B. Musik hören, anfangen zu singen etc. Hat bei mir im Training dem ein oder anderen Kunden auch schon geholfen und mir selbst auch. 😉

Probiert euch einfach aus und versucht herauszufinden was euch helfen kann. Dem einen hilft dies, dem anderen hilft das. Da sind die Menschen einfach unterschiedlich.

Zum Abschluss des Artikels noch ein kleiner Spruch, der den Nagel wirklich auf den Kopf trifft:
Achte auf Deine Gedanken, denn aus ihnen werden Worte.

Achte auf Deine Worte, denn aus ihnen werden Taten.
Achte auf Deine Taten, denn sie spiegeln Deine Einstellung.
(Anita Balser)

© Kathrin Pschiklenk

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